Two hearts

Diese Zeit im Jahr hat für mich etwas Magisches an sich, trotz all der Hektik die sie mit sich bringt, hält sie am Ende doch so viel Ruhe, Freude und Liebe für uns bereit. 

Seit jeher ist meine Vorfreude auf Weihnachten immer riesig und ich liebe die Vorweihnachtszeit mit all ihren Lichtern, Sternen, Süßigkeiten, Glühwein und Punsch, die ersten Schneeflocken (die hoffentlich auch bald zu uns in den Osten Österreichs kommen ;), die langen Winterspaziergänge, die von feinen Eiskristallen überzogene Landschaft, den Atem den man sehen kann, die Wollhandschuhe, das Knistern des Feuers im Ofen, die Braten im Ofen, den Duft nach Zimt, Vanille und Orange und die fröhlichen Runden mit Freunden und Familie.

Heuer bin ich schon viel früher als sonst in Weihnachtsstimmung, ich wurde regelrecht überwältig davon. Es ist nämlich auch die Zeit die mich ruhiger werden lässt, mich an die wirklich wichtigen Dinge im Leben erinnert, die die in der Hektik des Alltags doch manchmal in den Hintergrund rücken. Und so wurde ich ruhiger, bedachter, während es in mir doch immer lauter wird.

Eigentlich ist gerade alles wie immer, und doch ist nichts so wie vorher. In mir schlagen nämlich jetzt zwei Herzen. Wir erwarten im Mai ein Baby und sind außer uns vor Freude und Glück. Und während ich diese Zeilen schreibe überrollen mich gerade Gefühle, die sich so nicht kenne. Die Veränderung, die gerade in unserem Leben stattfindet ist wahnsinnig aufregend, wunderschön und doch bin ich ein wenig ängstlich. Ängstlich vor der neuen Herausforderung, die vermutlich die größte, prägendste und schönste auf der ganzen Welt ist. Dieses kleine Sternchen, das gerade in mir heranwächst wird unser Leben verändern. Wobei, eigentlich hat es das schon jetzt.

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Während ich gerade beginne die Veränderungen meines Körpers zu akzeptieren hat sich auch die Beziehung meines Freundes und mir verändert. Sie ist inniger, intensiver und ja, sie hat eine andere Ebene erreicht. Mehr als je zuvor gibt es nun ein WIR. Nicht dass es das nicht vorher schon gab, doch jetzt fühlt es sich einfach anders an.

Jeden Schritt den ich tue, jede Bewegung die mein Körper ausführt, alles was ich esse oder trinke, jede Emotion die aufkommt, jedes Lächeln nimmt neben mir nun auch jemand anders wahr. Ein einzigartiges Gefühl, das womöglich mit nichts anderem im Leben vergleichbar ist. Und ich merke schon jetzt, je mehr Liebe ich gebe, desto mehr kommt auch zurück. Von Tag zu Tag lerne ich mich selbst und den kleinen Menschen der in mir heranwächst besser kennen und beginne schön langsam dieses kleine Wunder zu begreifen.

Viel mehr als je zuvor beschäftigen sich derzeit meine Gedanken mit zwischenmenschlichen Beziehung, Freundschaften, Liebe und Vertrauen. Dafür gibt es womöglich zwei Gründe, zum einen diese besondere Zeit im Jahr und zum anderen unser Baby, welches das Glück hat, so viele großartige und liebevolle Menschen um sich zu haben.

Zu Weihnachten, also in zwei Wochen, liegt die Hälfte meiner Schwangerschaft bereits hinter mir und bin unglaublich aufgeregt was die nächsten Wochen und Monate noch mit sich bringen. Und sobald es draußen wieder richtig schön warm wird, der Flieder zu blühen beginnt und uns in seinem Duft einwickelt, können wir unsere ersten Spaziergänge machen.

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Das diesjährige Weihnachtsfest ist unser erstes zu viert (Coffee gehört selbstverständlich mitgezählt ;)) und deshalb für uns etwas ganz Besonderes. Wir wollen es in vollen Zügen genießen, so viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen wie nur irgendwie möglich. Unser Baby wird schon jetzt mitbekommen wie wir Feste feiern und zukünftig hoffentlich genauso viel Freude daran empfinden wie wir. Kulinarisch wird es auf alle Fälle schon jetzt verwöhnt. :)

Damit ja alles klappt wenn wir unsere Familien einladen haben wir das heurige Weihnachtsmenü schon getestet und freuen uns euch hier die Rezepte weitergeben zu dürfen.

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Weihnachtsmenü für 4 Personen

Belugalinsensalat mit Kürbis, Feta und Cranberrys

  • 3000 g gekochte Belugalinsen
  • 1 kleiner Hokkaidokürbis
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Ahornsirup
  • 3 EL Balsamicoessig
  • 100g Feta
  • 2 EL Cranberrys
  • eine Handvoll Cashews
  • Kräutersalz
  • Minzeblätter
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Macadamianussöl

Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Hokkaidokürbis halbieren, entkernen und in kleine ca. 1 cm große Würfel schneiden.

1 EL Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin scharf anbraten und die Kürbiswürfel zufügen und 2–3 Minuten anbraten. Ahornsirup und Balsamicoessig vermischen und die Kürbiswürfel damit ablöschen. Weitere 2 Minuten köcheln lassen, danach den Herd ausschalten und die Kürbiswürfel ein paar Minuten ziehen lassen. Die Belugalinsen auf 4 Teller verteilen. Kürbiswürfel darauf anordnen. Feta mit den Fingern zerbröseln und Darüberstehen. Cranberrys und Cashews ebenfalls gleichmäßig verteilen. Mit ein wenig Kräutersalz würzen und Macadamianussöl darüber träufeln. Mit Minzeblättern garnieren.

Man kann den Salat kalt oder lauwarm genießen.

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Fruchtige Honig-Orangen Ente

Zutaten:

  • 1 Ente
  • 1 Orange
  • 1 EL Majoran
  • 2 EL Honig
  • Salz
  • 1 Apfel
  • 10 Nelken
  • 1 Zwiebel

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Saft einer Orange auspressen und mit Honig und Majoran vermischen. Die Ente innen und außen damit einreiben und den Rest in die vorbereitete Ofenform gießen. Danach die Ente mit Salz einreiben. Den Apfel mit den Nelken rundherum spicken und gemeinsam mit der geschälten Zwiebel in die Ente hineingeben. Die Ente 1h 45 im Rohr braten, nach ca. der Hälfte der Zeit die Ente einmal umdrehen.

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Apfel-Maroni-Tassenknödel

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 200 g Semmelwürfel
  • 2 Eier
  • 150ml Milch
  • 1 Apfel
  • 100 g gegarte Maroni
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 TL Öl

Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel anbraten. Apfel reiben und die Eier in einer extra Schale verquirlen. Semmelwürfel, Zwiebel, geriebenen Apfel, zerbröselte Maroni, gehackte Petersilie, die verquirlten Eier, Salz und Pfeffer gut vermischen und 15 Minuten ziehen lassen. 6–8 (ja nach Größe) vorbereitete Tassen gut mit Öl auspinseln und Knödeln in ca. der Größe einer Handfläche hineingeben. Backrohr vorheizen und die Knödel 25 Minuten backen.

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Rotweinbirnen

Zutaten:

  • 2 Birnen
  • 500ml Rotwein
  • 2 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 5 Nelken
  • 1 EL Zucker

Birnen schälen, halbieren und entkernen. Rotwein mit den Gewürzen und dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Die Birnenhälften hineinlegen und bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Die Birnenhälften währenddessen öfter wenden, sodass beide Seiten sich schön rot färben. Danach den Herd abdrehen und die Birnen weitere 30 Minuten ziehen lassen.

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Ich wünsche euch eine wunderbare entspannte Adventzeit!

Bis bald,
das Mundwerk

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KOMMENTARE
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  1. Dezember 6
    2016

    Erstmal HERZLICHE GRATULATION!! Ich wünsch dir/euch alles erdenklich Gute für die weitere Schwangerschaft und für die bevorstehende neue Herausforderung in eurem Leben.

    Ich finde es toll wenn ich lese, dass es immer noch Leute gibt die extrem viel Wert auf Familie und Freunde, vor allem in der Weihnachtszeit, legen. Für mich ist es auch ein Fest wo endlich wieder alle zusammenkommen und aber wo man zur Ruhe kommt und einfach mal die Zeit miteinander genießt.

    Ich wünsche dir eine super schöne Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest das erste Mal zu 4.

    Viele Grüße,
    Jules

    Reply
  2. Dezember 6
    2016

    Liebe Meli! Ich freu mich so mit Euch, ein Kind zu bekommen ist immer noch das schönste und größte Wunder, das einem passieren kann.Stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite, sei umarmt, deine Alexandra

    Reply
  3. Dezember 9
    2016

    Liebe Melanie! Von Herzen alle Gute für Dich und Deinen kleinen Knopf. Du wirst eine wunderbare Mutter werden. Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünsche ich Dir und Deiner ganzen Familie. Lieben Gruß von Frau Ziii.

    Reply
  4. Dezember 16
    2016

    Sehr leckeres Rezept, gerade jetzt zu Weihnachten. Und du hast es wirklich herzlich angerichtet, so feiert es sich doch gleich ein wenig schöner!

    Reply

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