Suchtpotential deluxe.

  • glutenfrei
  • vegetarisch

Aufgrund seiner berauschenden Inhaltsstoffe zählt Mohn zu den sündigsten Versuchungen. Die kleinen grau-schwarzen Samen schmecken vor allem in Süßspeisen hervorragend und haben schon alleine deshalb hohes Suchtpotential. Aber keine Sorge, im Speisemohn wurde das im Milchsaft des Mohns enthaltene suchterzeugende Opium-Alkaloid Morphin bereits herausgezüchtet. Was Mohn für mich noch besonders macht? Das auch in Österreich, auf den kargen Böden des Waldviertels in großen Mengen Mohn kultiviert wird. Die Tradition des Mohnanbaus geht bei uns bis ins 13. Jahrhundert zurück.

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Die Verwendung von Mohn ist vielseitig, wer kennt sie nicht, die herrlich luftigen Germknödel mit Mohn bestreut und mit warmer Vanillesauce serviert. Oder die Schupfnudeln, gewendet in einem Gemisch aus Zucker und Mohn, aber eben auch die herrlichen Torten die man mit Mohn machen kann. Deshalb hab ich mich rangewagt an eine ganz besondere Mohntorte, eine die so richtig saftig ist und ohne Mehl auskommt.

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Die Idee kam mir am Wochenende, als wir auf dem Weg zu einem ganz besonderen Termin ins Waldviertel waren. Der Weg dahin dauerte zweieinhalb Stunden, Zeit genug um ein bisschen zu recherchieren was das Waldviertel neben einer wunderschönen Landschaft, geprägt von saftig-grünen Wäldern noch so zu bieten hat. So kam ich auf den Waldviertler Mohn und wurde inspiriert eben dieser besonderen Mohntorte, die ich dann, zu Hause angekommen sofort in den Ofen geschoben habe.

Aber nochmal zu unserem besonderen Termin, wir haben nämlich einen kleinen Gourmet besucht, der Ende Februar bei uns einziehen wird. Ich kann es kaum erwarten bis die kleine Aussie-Hündin alt genug ist um mir beim Kochlöffel schwingen, beim Gemüseeinkauf auf himmlischen Märkten, beim garteln und bei ausgiebigen Spaziergängen in den sonnenverwöhnten Weingärten Gesellschaft zu leisten. Mehr will ich aber nicht verraten, außer dass die kleine Waldviertlerin für a ordentliche Gaudi sorgen wird :).

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Zubereitung Mohntorte:

  1. Die Eier trennen.
  2. Das Eiweiß zu Schnee schlagen.
  3. Nun die zimmerwarme Butter mit dem Staubzucker und den Eidottern etwa 5 Minuten schaumig rühren.
  4. Mohn mit Haselnüssen und der abgeriebenen Zitronenschale vermengen und abwechselnd mit dem Eischnee vorsichtig nach und nach unter den Butterabrieb heben.
  5. Die Masse in eine gefettete und bemehlte Tortenform füllen (26cm Durchmesser). Im vorgeheizten Backrohr bei 160°C ca. 1 Stunde backen.
  6. Die Torte in der Form auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.Wer will kann die Torte natürlich auch mit Marmelade füllen. Dazu nehme ich am liebsten Preiselbeermarmelade, weil die säuerlichen Preiselbeeren hervorragend zu der süßen Torte passen. Aber auch frische Orangen kann ich dazu sehr empfehlen.

Pfiat eing God,
das Mundwerk

 

Zutaten

1h 20min 12
Mohntorte
  • 6 Eier
  • 180g Butter
  • 180g Staubzucker
  • 180g Mohn
  • 180g Haselnüsse
  • Schale einer abgeriebenen Zitrone
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KOMMENTARE
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  1. Februar 1
    2015

    Köstlich! meine Liebe! Ich war letzte Woche einige Tage im Zillertal und habe mich mit Wiener Zucker eingedeckt in allen Variationen ;) Mal schauen was ich daraus mache. Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend,

    liebe Grüße und einen Knaller Urlaub in New York

    Karin

    Antworten
    1. Februar 1
      2015
      meli

      Danke Karin! OH yeah, hast du die süßen Seiten Österreichs auch für dich entdeckt :)
      Ja, Wiener Zucker hat wirklich himmlische Variationen!
      Dir auch einen wunderschönen Sonntag Abend!!
      Pfiat di God, Meli

      Antworten
  2. Februar 4
    2015

    Klingt sehr verlockend und werde ich sicher mal probieren nur bin ich mir nicht ganz sicher ob ich jetzt Mandeln oder Haselnüsse verwenden soll.
    Im Text sprichst du nämlich von Mandeln und in den Zutaten von Haselnüssen ;)

    Antworten
    1. Februar 4
      2015
      meli

      Hoppla, ich habe für die Mohntorte Haselnüsse verwendet – hab es schon ausgebessert! Aber ich bin mir sicher dass er mit Mandeln auch hervorragend schmeckt ;)

      Antworten
  3. März 5
    2015

    Also mit Mandeln wird er ein bisschen feiner, v.a. wenn Sie geschält sind. Nicht ganz so rustikal dann. Ich hab auch so einen ähnlichen gebacken, finde Heidelbeeren, oder Schwarze Johannisbeeren passen auch super (btw. nennt man die schwarzen bei euch auch Ribiseln, oder nur die roten?). http://foodflaneur.de/mohnkuchen-rezept/
    Schöne Grüße nach Austria!

    Antworten
    1. März 7
      2015
      meli

      Da hast du Recht mit Mandeln wird er feiner, aber ich bin ein wahnsinniger Haselnuss-Fan, Mandeln find ich manchmal etwas trocken! Ja, die heißen bei uns auch Ribiseln! ;)
      Pfiat di God!

      Antworten
  4. Januar 9
    2016

    Moin Meli,
    gestern buk ich diesen Mohn-Kuchen und kann Dir heute schreiben, dass meine Geburtstagsgäste sehr begeistert waren. Und ich erst :O) . Ich nahm statt der Haselnüsse auch Mandeln. Der Kuchen schafft es in mein neu angelegtes Rezeptbuch als erster Eintrag.
    Gerade sah ich diesen Kohl (Rezept vom 8.1.2016) und diese schöne runde Form. Was für eine Kohlsorte ist das? Irgendwie kommt mir die nicht bekannt vor. Aber ich bin auch keine Kohl-Expertin.
    Beste Grüße aus dem Norden von Deutschland
    Oona

    Antworten
    1. Januar 10
      2016
      meli

      Liebe Oona, es freut mich dass dir und deinen Gästen der Kuchen so gut geschmeckt hat. Ich habe ihn auch bereits mit Mandeln und Walnüssen gebacken – funktioniert mit allen Nüssen sehr gut. Der Kohl den du meinst wird in Deutschland Wirsing genannt, auf regionalen Märkten sollte er eigentlich vertreten sein! :) Liebgruß, Meli

      Antworten
      1. Januar 10
        2016

        Moin Meli,
        Wirsing! Super. Wenn es was geworden ist, dann werde ich Dir schreiben.
        In meinem Blog habe ich gerade “meinen Kuchen” abgelichtet und das Rezept und Deinen Blog verlinkt. Ich hoffe, dass ist für Dich in Ordnung.
        Lieben Gruß
        Oona

  5. April 16
    2016
    Steffi

    Der ist grad im Ofen für den 60er meiner Mama :) Wahnsinns Blog! Es gibt soo viele Sachen, die ich ausprobieren will. Du bist sehr inspirierend :)

    Schönes Wochenende!

    Antworten

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